Die attraktive Silvija ist mit ihrem kleinen Sohn Ozren aus Kroatien nach Wien gekommen, um ein neues Leben zu beginnen. Nun leben die beiden in einer bescheidenen Wohnung und Silvija verdient ihren Lebensunterhalt als Prostituierte. Und da sind noch Tante Ljilana und Onkel Ante, die sich liebevoll um den heranwachsenden Ozren kümmern, wenn die Mutter nicht da ist. Erst mit der Zeit ahnt Ozren, in welchem Gewerbe seine alles geliebte Mutter tätig ist. Und als diese ihn schließlich im Alter von 16 Jahren allein in der Wohnung zurücklässt, beschliesst Ozren, seine Mutter zu suchen...

Mit ausgezeichneten Darstellern - allen voran Chulpan Khamatova als Mutter und Prostituierte - inszenierte der als Opernregisseur bekannte Wiener Michael Sturminger diese Mutter-Sohn-Geschichte nach dem gleichnamigen Roman von Gabriel Loidolt. Atmosphärisch dicht gezeichnet, zeigt Sturminger die Welt aus den Augen des Jungen, seine Suche nach Mutterliebe und Zuneigung, die fatale Folgen hat. Allerdings bleibt dabei machmal die Logik ein wenig auf der Strecke und einige Charaktere sind eher schablonenhaft gezeichnet. Trotzdem wurde "Hurensohn" 2004 mit dem Max-Ophüls-Preis für die beste Regie ausgezeichnet.

Foto: MOP