Da Mateusz seit seiner Geburt an einer zerebralen Bewegungsstörung leidet und deshalb auch nie Sprechen gelernt hat, wird er gerne als "Gemüse" bezeichnet. Von den Ärzten abgeschrieben und von den Geschwistern bestenfalls akzeptiert, ist es nach dem frühen Tod des Vaters vor allem die Mutter, die weiß, dass in ihrem Jungen mehr steckt.

Denn tatsächlich steckt in dem gelähmten und offenbar kommunikationsunfähigen ein aufgeweckter Geist. Doch als sich die kränkelnde Mutter nicht mehr um ihn kümmern kann und Mateusz in ein Heim kommt, trifft er hier auf eine Betreuerin, die erkennt, dass ein intelligenter Mann hinter der behinderten Fassade schlummert ...

Ein bemerkenswertes Porträt

Filme über behinderte Menschen sind in der Regel alles andere als Popkorn-Futter. Dies gilt zweifelsfrei auch für dieses ambitionierte Werk des polnischen Regisseur Maciej Pieprzyca. Er hat sich mit diesem sperrigen Thema einen authentischen Fall vorgenommen und ein bemerkenswertes Porträt inszeniert und die 1980er bis -90er Jahre in Polen noch einmal aufleben lassen.

Hauptdarsteller Dawid Ogrodnik liefert hier eine wahre Meisterleistungen und zeichnet gekonnt das Bild eines intelligenten Menschen, der, gefangen in einem behinderten Körper, ein Leben in gedanklicher Isolation führen muss. Ein unbequemer, oft gar anstrengender, aber überaus bemerkenswerter Film.

Sehen Sie hier den Trailer zu "In meinem Kopf ein Universum":