as Fernsehspiel basiert unter Einbeziehung einiger Szenen aus dem Schauspiel "Der Vater" auf dem Bühnenstück "Kameraden" von August Strindberg. Auch in "Kameraden" geht es um die Geschichte einer Ehe. Bertha, um deren Erziehung sich der Konflikt im "Vater" entzündet, ist Malerin geworden und lebt in Paris mit ihrem Mann Axel, der ebenfalls als Maler sein Brot verdient. Beide führen eine Ehe, die nicht auf Konvention, sondern auf gegenseitiger Achtung und kameradschaftlicher Partnerschaft aufgebaut ist. Das nicht ohne Schwierigkeiten aufrechterhaltene Gleichgewicht dieser Beziehung wird zum erstenmal dadurch einer Belastungsprobe ausgesetzt, dass Bertha einen beruflichen Erfolg erringt, den eigentlich ihr Mann für sich erwartet hatte: ein Bild von ihr wird für die Ausstellung genommen, das von Axel eingereichte lehnt die Jury ab. Sein verletztes männliches Selbstverständnis und ihr Unvermögen, auf seine Aggressionen angemessen zu reagieren, machen deutlich, dass beide viel stärker als sie selber glauben in konventionellen Rollenvorstellungen und Verhaltensweisen befangen sind. Die Vorstellung, man könnte in einer Ehe leben, in der Bertha nicht nur gleichberechtigt, sondern vielleicht sogar die Erfolgreichere wäre, stellt sich für beide als unmöglich heraus. Die sie umgebenden Freunde und Bekannten tun das ihre dazu, die Ehe scheitern zu lassen.