Die Geschichte des jungen Jacob Willem Katadreuffe, der im Rotterdam der Dreißigerjahre erfährt, dass ausgerechnet der widerliche, scheinbar gefühllose Gerichtsvollzieher und Banker Dreverhaven sein Vater ist. Die Mutter war einst Haushälterin bei dem Amtmann, verließ diesen aber noch während ihrer Schwangerschaft und ließ sich nicht zu einer Heirat überreden. So wuchs der Kleine ohne Vater auf, wurde als Bastard verspottet. Doch Jacob macht trotzdem seinen Weg, der immer wieder von dem skrupellosen Dreverhaven durchkreuzt wird. Die ständige Konfrontation mit dem Macht besessenen Vater gipfelt schließlich in einem Kampf um Leben und Tod ...

Lange hat es gedauert, bis der 1998 zu Recht mit dem Oscar prämierte Film aus unserem Nachbarland den Weg in unsere Kinos gefunden hat. Nach zwei Novellen von Ferdinand Bordewijk, einem der meist gelesenen Autoren in den Niederlanden, inszenierte Mike van Diem mit seinem Langfilmdebüt ein beeindruckend opulentes Meisterwerk, in dem vor allem Jan Decleir als Despot überzeugt. Im niederländisch-sprachigen Film ist der flämische Schauspieler seit Jahrzehnten eine feste Instanz.

Foto: MDR/First Floor