Jean lernt eine völlig andere Seite des Lebens kennen, als er für die Lehrerin seines Sohnes, die ungewöhnliche Mademoiselle Chambon, ein Fenster repariert. Gerührt und fasziniert von ihrem Geigenspiel, gerät Jeans Alltag zwischen Job und Familie bald aus den Fugen. Die unbekannte Welt der Kunst erweckt in ihm ungeahnte Gefühle. Obwohl beide wissen, dass ihre Liebe keinen Bestand haben kann, lassen sie sich aufeinander ein ...

Ein typisch französischer Film von Stéphane Brizé ("Man muss mich nicht lieben"). Trotz der wortkargen Hauptfigur ist dies ein Dialog lastiges Werk, das zäh dahin schleicht, sich in Andeutungen ergeht, bis sich allmählich eine Geschichte entwickelt. Richtig Fahrt nimmt das Ganze erst auf, als eigentlich schon wieder alles zu Ende ist. Bis dahin überrascht die gut gespielte Handlung aber immer wieder mit einigen subtilen Alltagsbeobachtungen. Damit hat es sich.



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