Der vereinsamte Gerichtsvollzieher Jean-Claude lebt verbittert vor sich hin, bis er sich endlich ein Herz nimmt und sich in der Tanzschule gegenüber seiner Kanzlei anmeldet. Nur allzu oft wanderte sein Blick sehnsuchtsvoll in die Räume der Tanzschule. Nun versucht er sich selbst im Tango. Hier trifft er auf die hübsche Françoise, die prompt mit ihm flirtet. Zunächst abweisend reagierend, erliegt er bald dem Charme der jungen Frau, muss dann aber erfahren, dass sie bald heiraten wird. Jean-Claude zieht sich wieder verwirrt zurück...

Selten war ein Film um einen Langeweiler so spannend. Patrick Chesnais füllt die leblos wirkende Hauptfigur mit enorm viel Authentizität. Hier wird mit Blicken und kleinen Gesten mehr ausgedrückt als in anderen Filmen mit tausend Worten. Spielfilmdebütant Stéphane Brizé gelang zwar nicht ein perfekter Film (viele Szenen müssten noch geschliffen werden), aber ein überaus interessanter mit starker Mimik und Symbolik.

Foto: Kool (Central)