Maximilian Brückner

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Maximilian Brückner als "Tatort"-Kommissar Franz Kappl
Fotoquelle: SR/Manuela Meyer
Maximilian Brückner
Geboren: 10.01.1979 in München, Deutschland

Er gehört zu Deutschlands hoffnungsvollsten Jungdarstellern und war einer der jüngsten "Tatort"-Kommissare aller Zeiten: Maximilian Brückner. Der Mime, eines von acht Kindern eines Anwaltes, wollte in jungen Jahren zunächst Arzt werden, entschloss sich dann aber, eine Karriere als Schauspieler einzuschlagen. Gesagt, getan. Schon bald studierte Maximilian Brückner an der Otto Falckenberg Schule in München, die er 2003 mit Erfolg abschließen konnte. Bereits 2002 sah man den blonden Darsteller auf der Bühne des Volkstheaters München, wo er in Walter Bockmeyers "Geierwally" (2002) zu sehen war. 2003 folgten Schiller "Räuber" und 2004 "Der Räuber Kneißl". Darüber hinaus spielt Brückner seit 2005 in "Der Brandner Kaspar und das ewige Leben".

Recht schnell wurde in dieser Zeit auch das Fernsehen auf den jungen Mann aufmerksam: So gab ihm Regisseurin Vivian Naefe schon 2002 eine kleine Nebenrolle an der Seite von Gruschenka Stevens und Ulrike Kriener in ihrer schwarzen Komödie "Männer häppchenweise". Sein Kinodebüt folgte schließlich in der Hauptrolle des schwulen Torwarts Ecki in Sherry Hormanns witziger Coming-Out-Komödie "Männer wie wir" (2004), in der Dietmar Bär (sein "Tatort"-Kollege aus Köln!) seinen Vater verkörperte. Dagegen spielte Brückner in Thomas Durchschlags preisgekröntem Drama "Allein" (2004) den liebenswerten Kommilitonen von Lavinia Wilson.

Auch internationale Reputation erlangte Brückner allerdings erst durch seine Rolle in Marc Rothemund gefeiertem und vielfach preisgekröntem Drama "Sophie Scholl - Die letzten Tage", das 2005 für den Oscar als bester nichtenglischsprachiger Film nominiert war. Hier sah man Brückner als Willi Graf, ein Kämpfer im Dunstkreis von Sophie Scholl, die von der alles überragenden Julia Jentsch bravourös verkörpert wurde. Und einem Adelsschlag als Schauspieler kam der Ruf von TV-Mehrteiler-Veteran Dieter Wedel gleich, denn der verpflichtete Brückner für seinen Zweiteiler "Papa und Mama" (2005), in dem Brückner den tollpatschigen Praktikanten Thomas gibt, der nicht nur unter der Trennung seiner Eltern leidet, sondern auch als Ersatzonkel für die Kinder des Mitdreißigers Peter alias Fritz Karl herhalten muss. Dagegen war er in Bernd Fischerauers gelungener Biographie "Mozart - Ich hätte München Ehre gemacht" (2005) der Sohn eines Gastwirtes, des sich mit dem jungen Mozart anfreundet. Und in der TV-Komödie "Fünf-Sterne-Kerle inklusive" (2006, wieder unter der Regie von Vivian Naefe) war Brückner der nette Barkepper Julian Ehrlich, der der Supermarkt-Kassiererin Katrin alias Katharina Wackernagel die Augen öffnet.

Ebenfalls mit Fritz Karl sah man Brückner 2006 in der echt bayerischen und dabei ungeheuer witzigen Komödie "Wer früher stirbt, ist länger tot" von das Marcus H. Rosenmüller, während er in "Schwere Jungs" (2006), einer weiteren Regiearbeit von Rosenmüller, einen Reporter gab. Und bereits im Jahr zuvor spielte Brückner erstmals auch in einem "Tatort": In "Tod auf der Walz", ein Krimi um das Münchner Ermittlerteam Nemec/Wachtveitl spielte er erneut an der Seite von Lisa Maria Potthoff, mit der er bereits in "Männer wie wir", "Mozart - Ich hätte München Ehre gemacht" und "Schwere Jungs" vor der Kamera gestanden hatte. Sein Debüt als "Tatort"-Hauptkommissar Franz Kappl und Nachfolger des Saarbrücker Ermittlers Max Palu alias Jochen Senf gab er schließlich 2006 in der Folge "Tatort - Aus der Traum", die Rolf Schübel inszenierte. Der setzte auch Brückners zweiten Fall ("Tatort - Der Tote vom Straßenrand", 2007) in Szene. 2011 kam es schließlich zum Eklat, als der Saarländische Rundfunk verkündete, er werde keine neuen Folgen mehr mit Brückner geben. Im Januar 2012 wurde mit "Tatort - Verschleppt" dann auch der letzte Fall ausgestrahlt.

In seiner noch jungen Karriere wurde Maximilian Brückner schon mehrfach ausgezeichnet: So wurde er für seine Rollen in "Papa und Mama" und in der "Tatort"-Episode "Tod auf der Walz" 2006 als Neuentdeckung des Jahres 2005 für den Grimme-Preis-Spezial nominiert, im gleichen Jahr erhielt er den Kritikerpreis des Deutschen Kritikerverbandes e.V. in der Kategorie Film und wurde mit dem Bayerischen Kunstförderpreis, Sparte Darstellende Kunst, geehrt. Und auf den 57. Internationalen Filmfestspielen in Berlin aufgrund seiner herausragenden Leistung und seiner großen schauspielerischen Bandbreite zum deutschen Shooting Star 2007 ernannt. Von diesem Darsteller können wir noch einiges erwarten!

Weitere Filme mit Maximilian Brückner: "Rabenbrüder", "Tod einer Freundin", "Mein alter Freund Fritz" (alle 2006), "Kirschblüten - Hanami", "Selbstgespräche" (beide 2007), "Räuber Kneißl", "Tatort - Das schwarze Grab" (beide 2008), "Tatort - Bittere Trauben", "In aller Stille" (beide 2009), "Tatort - Hilflos", "Freche Mädchen 2", "Kongo", "Die Route" (alle 2010), "Tatort - Heimatfront", "Resturlaub", "Rubbeldiekatz" (alle 2011), "Was weg is, is weg" (2012), "Spieltrieb" (2013), "... und Äktschn!" (2014).


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