25. November 1942 in Riga, Lettland: An diesem Tag wird Holger Mischwitzky geboren, der später in der Bundesrepublik Deutschland aufwächst und als Rosa von Praunheim bekannt wird. Im Jahr 2000 offenbart ihm seine seinerzeit 94-jährige Mutter, dass er nicht ihr Sohn sei und sie ihn in Riga während der deutschen Besatzung in einem Kinderheim gefunden habe. Drei Jahre später verstirbt seine Adoptivmutter, ohne ihm weitere Kindheitsgeschichten erzählt zu haben. Doch Praunheims Neugier ist erwacht. 2006 reist er nach Riga, um nach seinen wahren Wurzeln zu suchen...

Er liebt Männer und freche Frauen, das Theater und das Leben: Rosa von Praunheim ("Für mich gab's nur noch Fassbinder"). Das Enfant terrible der Kulturszene, der schwule Störenfried der letzten Jahrzehnte geht in seinem Dokumentarfilm auf die titelgebende Spurensuche in Riga. Und wird schließlich durch Helfer vor Ort, einigem Glück und Zufall fündig. Ein spannendes, mitunter sehr trauriges Kapitel deutscher Geschichte, exemplarisch für die damaligen, heute kaum mehr fassbaren Ereignisse.

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