Kurz nach dem legendären Konzertspektakel von Woodstock versuchten auch die Engländer ein ebenso großes Musik-Ereignis zu veranstalten. Auf der Isle of Wight traf sich alles, was nun retrospektiv Rang und Namen im Musik-Business hat(te). Das Fünftagekonzert mit über 600000 Fans selbst war chaotisch, schlecht organisiert und die Bands warten bis heute auf ihr Geld. Die Protagonisten und deren Musik machen die lange Rocknacht sehenswert, die filmische Umsetzung von Regisseur Murray Lerner lässt jedoch eher wünschen übrig.

Auch wenn "Message To Love" beim BSFC-Award '97 als drittbeste Dokumentation ausgezeichnet wurde. Highlights sind zweifellos die letzten Live-Auftritte von Gitarrero Jimi Hendrix, der zwei Wochen danach in einem Londoner Hotelzimmer starb, und vom charismatischen "Doors"-Leader Jim Morrison, der wenig später in einem Pariser Hotelzimmer umkam. Neben Interviews mit Veranstaltern und Besuchern sowie vielen Backstage-Aufnahmen gibt's die Auftritte von Jimi Hendrix ("Machine Gun", Foxy Lady"), "The Who", ("Young Man Blues"), Donovan ("Catch The Wind"), Ten Years After: ("I Can't Keep From Crying"), The Doors ("The End"), Free: ("All Right Noe"), The Moody Blues ("Night in White Satin"), Joni Mizchel: ("Big Yellow Taxi"), Leonard Cohen: ("Suzanne") und Kris Kristoffersom mit seinem Klassiker "Me and Bobby McGee".