In einem festungsähnlichen Haus hoch über den Wolken der bayerischen Alpen posiert Eva Braun nackt auf der Terrasse. Obwohl sie weiß, dass sie beobachtet wird, tanzt sie kokett. Die monotone Ruhe des Obersalzbergs, die Eva Tag für Tag ertragen muss, wird durch die Ankunft des "Führers" und seiner Gefolgschaft gestört. Es ist Frühjahr 1942, mitten im Krieg...

Aleksander Sokurov erzählt in seinem ungewöhnlichen Film mit ästhetischer Verfremdung 24 Stunden im Leben von Eva Braun und Adolf Hitler. Dabei beruft sich der Regisseur auf die protokollierten "Tischgespräche". So entlarvt der Film die Macht in ihrer Privatheit als hohles Pathos, leeres Geschwätz und groteske Sprachlosigkeit. Drehbuchautor Yuri Arabov wurde für seine Vorlage auf den Internationalen Filmfestspielen in Cannes 1999 mit dem Drehbuchpreis ausgezeichnet. Das Werk war außerdem für den Europäischen Filmpreis (bester Film, beste Regie) nominiert.

Foto: Kinowelt