Colette, Djuna Barnes, Gertrude Stein, Natalie Cillford Barney. Jede einzelne dieser Frauen gilt als Genie und sie alle versammelten im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts in der Seinemetropole Paris. Die berühmten Künstlerinnen begegneten sich allerdings nicht zufällig, sondern sie entschieden sich bewusst für die Gemeinschaft, in der ihre Schicksale auf vielfältige und oft überraschende Weise miteinander verflochten waren. Aber warum gerade Paris? Die Stadt bot ihnen die Freiheit, zu leben und zu lieben, wie und wen sie wollten - auch wenn es, wie in ihrem Fall, meistens andere Frauen waren...

1996 drehte Dokumentarfilmerin Greta Schiller dieses einfühlsam inszenierte Porträt der französischen Hauptstadt in den Zwanziger und Dreißiger Jahren. Gleichzeitig ist dies jedoch auch ein Porträt so berühmter Frauen wie die Schriftstellerinnen Colette, Djuna Barnes oder Gertrude Stein, Malerinnen wie Romaine Brooks und Marie Laurencin oder Fotografinnen wie Berenice Abbott und Giselle Freund - um nur einige der Protagonistinnen zu nennen. Mit bis dahin unveröffentlichtem Filmmaterial, durch Gemälde, Zeichnungen, literarische Fragmente und so manche Anekdote lässt Greta Schiller in ihrem Film die damalige Stimmung und das Lebensgefühl dieser Frauen und der Stadt, in der sie lebten, wieder lebendig werden.

Foto: Salzgeber