Sara ist eine typische amerikanische Hausfrau. Ihr Leben besteht fast ausschließlich aus Fernsehen und Süßigkeiten. Als sie glaubt, sie könne bald in einer TV-Show auftreten, will sie ihren Naschzwang eindämmen. Ihr drogensüchtiger Sohn Harry ist viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um die negativen Veränderungen an seiner Mutter wahrzunehmen. Dann heckt Harry mit seinem Dealer-Kumpel Tyrone einen großen Coup aus. Das wiederum hat zur Folge, dass Harry auch keine Zeit mehr für seine Freundin hat ...

In äußerst bedrückenden Bilder schildert Darren Aronofsky ("Pi") nach einem Roman von Hubert Selby Jr. die Macht, die Süchte über Menschen haben können - knallhart, realitätsnah, illusionslos. Ob TV- oder Drogen-Konsum, die jeweiligen Suchtopfer sind krank, bedürfen Hilfe oder sie sind gnadenlos dem Tod ausgeliefert. So überfüttert Aronofsky dieses Drama auch nicht mit Action, sondern wählte genau das Gegenteil: Hier findet der Tod in beängstigender Zeitlupe, aber auch in schnellen Schnitten statt. Hervorragende Darsteller - brillant: Ellen Burstyn als ausgemergelte Mutter und Möchtegern-TV-Star - runden das gelungene Bild ab. Allerdings ist dies kein Film für Zartbesaitete!

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