Der Marrokaner Ab lebt als brotloser Schauspieler in den Niederlanden. Um wenigstens halbwegs über die Runden zu kommen nimmt er einen Bürojob an, den sein Bruder Sam, ein Polizist, ihm vermittelt hat. Doch mit seinen Kumpels hatte er einen Banküberfall geplant, den er nun auch noch ausführen muss. Doch das Unternehmen geht mächtig daneben. Während seine Schwester Leila das Leben zwischen Tradition und Moderne nicht mehr erträgt und von zu Hause abhaut, verspricht für Ab nur die vom Vater arrangierte Hochzeit mit einer waschechten Marokkanerin seinem Leben noch die richtige Wendung zu geben...

In den Niederlanden avancierte diese Komödie zu einem wahren Kino-Hit, zumal hier die Integrationsversuche der marokkanisch-stämmigen Bevölkerung gekonnt auf die Schippe genommen werden, wobei auch die nötige Dramatik nicht außen vor gelassen wird. Doch wenn das Debütwerk von Albert ter Heerdt in seinem Heimatland mit den geschilderten kulturellen Spannungen vortrefflich funktioniert (dort ist die Zahl der Marokkaner wesentlich höher als hier und die Spannungen wesentlich verschärfter - wie etwa der Mord an den Filmemacher Theo Van Gogh gezeigt hat), dürfte es hierzulande auch wegen des eigenwilligen Humors leider schwer haben. Touriya Haoud, Darstellerin der Leila, zog übrigens den Zorn vieler Marokkaner auf sich, als sie sich für ein Foto-Shooting eines Hochglanz-Männermagazins auszog. Inzwischen lebt und arbeitet sie in den USA.

Foto: Die TelePaten