Die junge Eva kommt mit ihrer kleinen Tochter nach Österreich, um den erbärmlichen Lebensumständen in ihrem Heimatland Polen zu entfliehen. Im längst nicht mehr goldenen Westen will sie für sich und ihre Tochter eine neue Existenz aufbauen. Dafür nimmt sie jede Last auf sich: sie pflückt Erdbeeren im Akkord, schrubbt Swimmingpools, poliert Souvenirartikel und schleppt Fleischkisten...

In fast schon dokumenarischen Stil nimmt sich die Wiener Regisseurin Ruth Mader in ihrem Langfilm-Debüt der Problematik der Billigarbeitskräfte aus dem Osten an. An für sich ein interessantes Thema, doch viel zu weit weg bleibt Mader von ihrer Protagonistin, gibt keine Hintergrund-Informationen preis, Eva bleibt dem Zuschauer unergründlich, merkwürdig fremd. Vielmehr beobachtet Mader detailliert die Arbeitwelt und deren Funktionsweisen, wobei unsere südöstlichen Nachbarn nicht gerade im besten Licht erscheinen. Doch wer soll sich dies hierzulande im Kino ansehen?

Foto: GMfilms