Die sonnigen Tage scheinen für einen namenlosen jungen Mann, der irgendwo in Kasachstan lebt und in wenigen Tagen seinen 25. Geburtstag feiern wird, vorbei zu sein. Gas und Strom in seiner Wohnung, die er bald wegen Mietschulden aufgeben muss, sind schon abgestellt, seine Mutter ist mit ihrem neuen Ehemann ins Ausland gezogen und kümmert sich nicht mehr um ihren Sohn und seine Freundin hat ihn verlassen. Doch dies sind für ihn keine Gründe, um am Leben zu verzweifeln, vielmehr glaubt er, dass ihn Verluste die Möglichkeit geben, Neues zu erfahren ...

Das schräge Drama "Sunny Days" ist das Kinodebüt des aus Kasachstan stammenden Filmemachers Nariman Turebajew, der mit viel lakonischem Witz in sein Heimatland eintaucht und fünf Tage im reichlich tristen Leben eines Verlierers beschreibt, der sein eigenes Scheitern jedoch als einen Startschuss in ein neues, besseres wie selbstbestimmtes Leben begreift. Recht langsam und mit einigen skurrilen wie melancholischen Ereignissen in Szene gesetzt, fragt sich der Zuschauer allerdings bald, wer sich für eine derartige Geschichte eigentlich interessieren soll.



Foto: Peripher