Die 1961 von einem Deutschen in Chile gegründete „Colonia Dignidad“ war dreißig Jahre lang während der Diktatur Schauplatz willkürlicher Festnahmen, Folter und sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen. Frühere chilenische Regierungen wollten die rund hundert aktuellen Bewohner enteignen, um eine Gedenkstätte zu errichten. Doch der neue rechtsextreme Präsident José Antonio Kast hat das nun rückgängig gemacht, Menschenrechstaktivisten kritisieren diese Entscheidung scharf.