W.A. Mozart komponierte die "Krönungsmesse" 1779 nach seiner Rückkehr nach Salzburg für den Ostergottesdienst. Bereits zwei Wochen vor Ostern, am 23. März 1779, setzte er den letzten Federstrich aufs Notenpapier. Die Erstaufführung fand beim festlichen Oster-Gottesdienst im Salzburger Dom statt. Welche Bedeutung Mozart seiner Krönungsmesse selbst beigemessen hat, wurde in den folgenden Jahren deutlich. So legte er sie beispielsweise mit ins Gepäck, als er um die Jahreswende 1780/81 zur Einstudierung des "Idomeneo" nach München reiste und dort auch als Komponist von Kirchenmusik reüssieren wollte. Den Titel "Krönungsmesse" erhielt die Messe durch ihre Aufführungen bei kaiserlichen Krönungszeremonien in Wien in den Jahren 1790 und 1791. Der damalige Wiener Hofkapellmeister Antonio Salieri berichtet, dass er zu den drei Krönungen jeweils "fast genau die gleiche Musik" aufs Programm gesetzt habe. Mozarts prächtige C-Dur-Messe erhielt in Hofkreisen zu dieser Zeit ihren Beinamen "Krönungsmesse".