DER TAG in Berlin & Brandenburg - Güner Yasemin Balci - Integrationsbeauftragte & Filmemacherin
Regionalmagazin, Report • Mi., 20.08. • 29 Min.
Bild: imago/Metodi Popow
Warum wird ein Viertel zum Brennpunkt, was bedeutet das für das Zusammenleben und welche Lösungen gibt es? Fragen, mit denen sich die Journalistin, Schriftstellerin und Filmemacherin Güner Yasemin Balci beschäftigt. Seit fünf Jahren ist sie Integrationsbeauftragte für den Bezirk Neukölln - dort, wo die gebürtige Berlinerin als Kind türkischer Gastarbeiter im Rollbergviertel aufgewachsen ist. Ihre Eltern erzogen sie bildungsorientiert und liberal, gewährten ihr viele Freiheiten. Sie begann sich früh zu engagieren und wurde in der Integrationsarbeit für Jugendliche, insbesondere Mädchen, aktiv. Unter welchen Beschränkungen junge Muslima aus streng religiösen Familien aufwachsen, wird zu einem bestimmenden Thema ihrer späteren journalistischen Arbeit beim ZDF-Politmagazin "Frontal 21", für Arte und die ARD. Ihre Reportagen werden mit renommierten Fernsehpreisen ausgezeichnet, sie veröffentlicht viel beachtete Bücher wie "Das Mädchen und der Gotteskrieger", in denen sie die Zwänge und Gebote, mit denen Kinder muslimischer Einwandererfamilien aufwachsen, thematisiert. Balcis neues Buch "Heimatland. Zähne zeigen gegen die Feinde der Demokratie" ist sehr persönlich: Sie beschreibt ihre Kindheit, ihr Aufwachsen in einem Arbeiterviertel, das sich ab den 1980er-Jahren zunehmend zum sozialen Brennpunkt verändert hat, mit all den Problemen, die uns heute umtreiben. Darüber sprechen wir mit Güner Yasemin Balci - in "DER TAG in Berlin & Brandenburg".