SWR1 Leute - Ingrid Rumpf | Vereinsvorsitzende | Darum ist in Nahost die Hilfe vor Ort so wichtig
Mo., 23.03. • 40 Min.
SWR: SWR1 Leute - Ingrid Rumpf | Vereinsvorsitzende | Darum ist in Nahost die Hilfe vor Ort so wichtig
In den ersten Wochen des Nahost-Kriegs sind allein im Libanon fast 900 Menschen getötet worden. Das sind (Stand Mitte März 2026) Angaben der Vereinten Nationen unter Berufung auf libanesische Behörden.
Israelische Luftangriffe hätten hunderte Häuser und zivile Infrastruktur zerstört, darunter auch Gesundheitseinrichtungen, kritisiert das UN-Menschenrechtsbüro. Seit Anfang März 2026 hat sich die Sicherheitslage im Land deutlich verschärft. Luftangriffe und Evakuierungsanordnungen zwingen viele Familien zur Flucht und erschüttern den Alltag ganzer Gemeinden.
Der Krieg in Nahost trifft besonders Kinder. Landesweit wurden Schulen vorsorglich geschlossen, während viele Schulgebäude als Sammelunterkünfte genutzt werden. Dadurch verlieren über 100.000 Kinder vorübergehend den Zugang zu Bildung. Gleichzeitig sollen laut Unicef mehr als 285.000 Kinder vertrieben worden sein.
Das ist ein Problemfeld, dem sich der Pfullinger Verein "Flüchtlingskinder im Libanon" widmet. Seit 30 Jahren werden durch Spenden soziale, medizinische, Bildungs-, Freizeit- und Patenschaftsprojekte gefördert. Sie kommen vor allem Kindern, Jugendlichen und deren Müttern in den palästinensischen Flüchtlingslagern im Libanon zugute.
Ingrid Rumpf ist Vereinsgründerin und Vorsitzende. Mit dieser Arbeit geht es für die Menschen im Libanon ums Überleben, sagt sie. "Wir können nur versuchen, die Not zu lindern." Als Gast in SWR1 Leute wird Ingrid Rumpf von ihrer Arbeit erzählen.
Moderation: Jens Wolters