maischberger - Frederik Pleitgen im Gespräch: Droht ein Bürgerkrieg in den USA?
Mi., 01.10. • 19 Min.
Bild: WDR
CNN-Senior International Correspondent Frederik Pleitgen beschreibt im Gespräch mit Sandra Maischberger die Lage für Journalisten in den USA als zunehmend angespannt. Reporter würden von Trump öffentlich diffamiert und oft keine Antworten auf ihre Fragen erhalten. Das Verteidigungsministerium habe bereits CNN-Reporter ausgeschlossen, zudem gebe es Pläne, Journalisten Erklärungen unterschreiben zu lassen, um peinliche Veröffentlichungen zu verhindern – dies sei ein „ziemlicher Eingriff in die Pressefreiheit“, so Pleitgen. Das Risiko eines Bürgerkrieges schätzt Pleitgen zum jetzigen Zeitpunkt als gering ein. Trump verfolge eine „transaktionale Außenpolitik“, bei der militärischer Schutz von wirtschaftlichen Interessen abhänge, dabei stehe Europa schlechter da. Die russischen Provokationen im NATO-Luftraum bezeichnet Pleitgen als „sehr gefährlich“, es sei unklar, ob Trump im Ernstfall eingreifen würde. Russland inszeniere deutsche Regierungsmitglieder als Feindbild und versuche, die USA von der NATO zu trennen. Pleitgen glaubt allerdings nicht an einen baldigen Krieg zwischen Russland und der NATO.