maischberger - Joachim Gauck über US-Politik, Ukraine-Hilfe und den Schutz der Demokratie
Mi., 18.02. • 21 Min.
Bild: WDR
Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck äußert im Gespräch mit Sandra Maischberger Sorge über die Entwicklung in den USA und bezeichnet den amtierenden Präsidenten Trump als "unamerikanisch", da er die wertebasierte Ordnung und die Prinzipien der Gründerväter infrage stelle.
Er erinnert an prägende Momente wie die Berliner Luftbrücke, John F. Kennedys Besuch in Berlin und Ronald Reagans Rede am Brandenburger Tor, die das "Amerika der Freiheit" symbolisierten. Gauck kritisiert, dass die aktuelle US-Führung die "Rule of Law" und Institutionen beschädige. Mit Blick auf den Krieg in der Ukraine fordert er eine entschlossene Unterstützung des Landes und hält die Nichtlieferung von Taurus-Marschflugkörpern für einen Fehler. Er warnt davor, dass Schwäche Aggressoren ermutige und betont die Notwendigkeit, dass Deutschland und Europa sich bewaffnen, um Recht und Sicherheit zu verteidigen. Gauck sieht keine "Kriegsbesoffenheit" in Deutschland, sondern ein "Aufwachen" der Gesellschaft und plädiert für gemeinsame Sicherheitsüberlegungen der Mittelmächte. Abschließend mahnt er vor antidemokratischen Bewegungen und unterstreicht die Wichtigkeit, Errungenschaften wie Bürgerrechte, Wohlstand und friedliches Miteinander zu verteidigen.