maischberger - Karl-Theodor zu Guttenberg und Andrew Langer diskutieren über Trumps Grönland-Politik
Di., 20.01. • 23 Min.
Bild: WDR/Oliver Ziebe
Will Trump Grönland wirklich besetzen? Und wie gut ist die EU auf eine zunehmend konfrontative US-Außenpolitik vorbereitet? Der ehemalige Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) analysiert bei maischberger den außenpolitischen Kurs von Donald Trump und warnt davor, dessen Strategie im Streit um Grönland zu unterschätzen.
Zu Guttenberg beschreibt Trumps Außenpolitik als stark macht- und interessengeleitet. Provokationen dienten nicht nur der innenpolitischen Inszenierung, sondern könnten reale sicherheitspolitische Folgen für Europa haben. Im Fall Grönlands spielten sowohl Bodenschätze als auch die strategische Lage eine zentrale Rolle.
Der US-Berater Andrew Langer ordnet Trumps Vorgehen als kalkulierte Verhandlungsstrategie ein und hält militärische Eskalationen für unwahrscheinlich. Trump wolle vor allem verhindern, dass Grönland unter russischen oder chinesischen Einfluss geraten könne. Zu Guttenberg entgegnet, dass Europa häufig defensiv und unkoordiniert reagiere, statt eigene Interessen klar zu formulieren. Gleichzeitig verweist er auf wirtschaftliche Abhängigkeiten der USA von Europa, etwa in der Chemie- oder Maschinenbauindustrie, die politisch genutzt werden könnten.