maischberger - Norbert Röttgen und Markus Frohnmaier diskutieren: Geht von Russland eine Gefahr für Deutschland aus?
Mo., 10.11. • 29 Min.
Bild: ARD
Wie viel Nähe zu Putin steckt in der AfD? Und was sind die deutschen Interessen in der Außenpolitik? Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen und der AfD-Fraktionsvize Markus Frohnmaier geraten bei maischberger in einer hitzigen Debatte über Krieg, Außenpolitik und russischen Einfluss aneinander. Röttgen wirft Frohnmaier vor, russische Interessen in Deutschland zu vertreten und Putins Angriffskrieg zu verharmlosen. Russland führe, so Röttgen, „einen Vernichtungskrieg gegen die Ukraine" und „einen hybriden Krieg gegen Deutschland“. Er fordert Geschlossenheit im Westen und ein klares Nein zu Putins Aggression. Frohnmaier entgegnet, es gehe um „nationale Interessen", nicht um Moral, und wirft der Bundesregierung eine „hypermoralisierende" Außenpolitik ohne Strategie vor.
Während Röttgen betont, Frieden könne nur entstehen, wenn Russland den Krieg verliere, fordert Frohnmaier ein Ende der Unterstützung für die Ukraine und eine „echte Friedensinitiative“. Die Diskussion um mögliche russische Einflussnahme auf die AfD weist er als „Lüge und Frechheit“ zurück. Zum Schluss geht es um Demokratie und Extremismus: Röttgen verteidigt Bundespräsident Steinmeiers Rede gegen Extremismus, Frohnmaier sieht darin einen Versuch, die AfD politisch zu diskreditieren.