maischberger - Sahra Wagenknecht spricht über ihre Zukunft im BSW
Di., 11.11. • 16 Min.
Bild: ARD
Wie geht es für Sarah Wagenknecht nach dem Rücktritt von der Parteispitze weiter? Und was wird ihre neue Rolle im BSW werden? Knapp zwei Jahre nach Gründung des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) spricht die Noch-Parteivorsitzende bei maischberger über ihren Rückzug, Machtverteilung, innere Konflikte – und die Frage, ob ihre Partei wirklich regieren oder lieber opponieren will. Wagenknecht betont, ihr Rückzug aus der Parteispitze sei kein Machtverlust, sondern Teil einer strategischen Neuaufstellung: Das BSW solle nun lernen, Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen. Sie wolle weiter Einfluss nehmen, etwa in einer Grundwertekommission, und bleibe überzeugt, ihren Wählern politische Verlässlichkeit zu schulden.
Im Gespräch verteidigt sie den Kurs der Partei: Kompromisse seien nötig, aber nicht um jeden Preis. Fehler in Brandenburg und Thüringen wolle man künftig vermeiden. Den Austritt mehrerer Abgeordneter in Brandenburg kritisiert sie klar. Wagenknecht warnt vor wachsender Politikverdrossenheit durch gebrochene Versprechen und lehnt die „Brandmauer“ zur AfD als kontraproduktiv ab. In der Außenpolitik fordert sie Dialog statt Isolation – auch mit Russland –, denn Frieden entstehe nur durch Gespräche, nicht durch Waffen.