maischberger - Uschi Glas über die NS-Geschichte ihres Vaters, ihre Karriere und Demokratie
Di., 27.01. • 18 Min.
Bild: WDR/Oliver Ziebe
Die Schauspielerin Uschi Glas spricht bei maischberger über politische Verantwortung, gesellschaftliche Entwicklungen und persönliche Prägungen. Sie äußert sich besorgt über den Umgang mit Wahrheit und Fakten in politischen Debatten, insbesondere mit Blick auf die USA, und warnt vor den Folgen von Desinformation, Radikalisierung und demokratischer Gleichgültigkeit.
Einen zentralen Raum nimmt die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit ihres Vaters ein. Glas beschreibt, wie schwer es für sie war, sich spät, aber bewusst mit den historischen Dokumenten auseinanderzusetzen. Die Erkenntnisse hätten sie erschüttert, gleichzeitig sei die Aufarbeitung für sie notwendig gewesen, um Verantwortung nicht zu verdrängen. Darüber hinaus spricht Uschi Glas über Werte wie Arbeit, Eigenverantwortung und gesellschaftliches Engagement, auch im höheren Alter. Sie betont, dass Leistung und Beteiligung am Gemeinwesen nicht mit dem Ruhestand enden müssten. Zum Abschluss äußert sie sich zur Winnetou-Debatte und plädiert für eine differenzierte Betrachtung der Karl-May-Figuren, die für sie zeitlose Werte wie Freundschaft und Gerechtigkeit vermitteln.