"Mehr Leute, als man denken würde"

Drogen im Reality-TV? Dieser Show-Teilnehmer berichtet von eigenen Erfahrungen

13.08.2026, 14.48 Uhr
Reality-Star Steffen Vogeno erhebt schwere Vorwürfe gegen die Reality-Branche. Auf TikTok berichtet er von Drogenkonsum bei Produktionen und Events. Auch andere Stars teilen ähnliche Beobachtungen.

Reality-Star Steffen Vogeno packt aus: Immer wieder wird in der Branche über ein polarisierendes Thema diskutiert, den Konsum illegaler Drogen. In einem TikTok-Video berichtet der einstige "Bachelorette"- und "Bachelor in Paradise"-Teilnehmer von seinen persönlichen Erfahrungen bei TV-Produktionen und Events.

Wie verbreitet sind Drogen wirklich unter Reality-Stars?

Nach Vogenos Darstellung werde Kokain innerhalb der Szene mitunter mit dem Ausdruck "Ski fahren" umschrieben. Auf Veranstaltungen sei ihm die Droge bereits angeboten worden, für den Familienvater komme der Konsum jedoch nicht infrage. Zugleich macht Vogeno deutlich, dass es sich nicht um Einzelfälle handle: "Es wird von wesentlich mehr Leuten konsumiert, als man eigentlich denken würde", sagt er in dem TikTok-Video. Sein Urteil über das Umfeld fällt entsprechend kritisch aus: "Diese Branche ist schon ziemlich verkorkst."

Wie genau die Drogen während laufender Produktionen zu den Teilnehmern gelangen könnten, wisse Vogeno nicht. Einen möglichen Zusammenhang sehe er im Lebensstil mancher Reality-Stars, die häufig auf Partys und Veranstaltungen unterwegs seien. Konkrete Personen beschuldigt er jedoch nicht.

Mit seinen Aussagen ist Vogeno nicht allein. Bereits im Oktober 2025 äußerte sich Aurelia Lamprecht zu dem Thema. In einer Instagram-Story behauptete die "Love Island"-Bekanntheit: "90% der Szene ist abhängig." Belegen konnte sie diese Zahl zwar nicht, jedoch berichtete sie von Situationen, die sie selbst erlebt habe. Wie groß der Anteil der Drogenkonsumenten innerhalb der Reality-TV-Szene wirklich ist, lässt sich also nur vermuten.

Weitere Reality-Stars sprechen über mutmaßlichen Drogenkonsum

Im April 2026 meldete sich Vanessa Nwattu nach einer Veranstaltung in Köln mit ähnlichen Schilderungen zu Wort. "Erschreckend, wie viele aus der Branche wirklich ein Drogenproblem haben. War echt gruselig mit anzusehen...", schrieb sie damals in ihrer Instagram-Story. Auch Nwattu nannte keine Namen und ließ offen, auf welche Personen sie sich konkret bezog.

Nur zwei Monate später äußerte sich auch "Das Sommerhaus der Stars"-Teilnehmerin Tara Tabitha zu dem Thema. Laut "Promis und mehr" schrieb sie in einem Instagram-Kommentar, sie habe bei einer nicht näher genannten Show "drei Kandidaten eindeutig drauf" erlebt. Welches Format sie meinte und um welche Personen es sich gehandelt haben soll, verriet Tabitha nicht. Auf Nachfrage habe sie lediglich erklärt, dass die betreffende Sendung zu diesem Zeitpunkt bereits ausgestrahlt gewesen sei.

Für das tatsächliche Ausmaß fehlen belastbare Zahlen

Frühere Vorwürfe rund um einzelne Produktionen bleiben jedoch zum Teil umstritten. 2021 wurde beispielsweise über potentiellen Medikamentenmissbrauch bei "Promis unter Palmen" berichtet. Der Sender Sat.1 erklärte damals, von einem verschriebenen Schmerzmittel gewusst zu haben, nicht aber von einer angeblichen Weitergabe an andere Teilnehmer. Chris Töpperwien und Elena Miras widersprachen später Berichten über einen Drogenskandal bei den Dreharbeiten.

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