Im Jahr 2001 wurde Dolores „Loli“ Vázquez von einer Jury des Mordes an Rocío Wanninkhof, der Teenager-Tochter ihrer Ex-Partnerin, schuldig gesprochen. Inmitten einer brutalen, von Homophobie geprägten Medienkampagne, wurde Dolores zu Unrecht vom Justizsystem ins Visier genommen. Obwohl sie später für unschuldig erklärt wurde, glichen die haltlosen Anschuldigungen, die 17 Monate, die sie im Gefängnis verbrachte, und die verheerenden Folgen einem der größten Justizirrtümer der jüngeren spanischen Geschichte. Jetzt, zum ersten Mal seit über 20 Jahren, äußert sich Dolores offen und schonungslos zu dem berüchtigten Fall. Auch andere, die den tragischen Ereignissen nahestanden – darunter Rocíos Mutter Alicia, die Dolores weiterhin für schuldig hält – schildern ihre Sicht der Geschichte.
01
Rocío
Als die 19-jährige Rocío Wanninkhof ermordet aufgefunden wird, richtet die Guardia Civil ihren Verdacht auf eine enge Vertraute der Mutter des Opfers.
02
Dolores
Trotz fehlender Beweise wird Dolores wegen des Mordes an Rocío verhaftet, woraufhin sich ihr psychischer Gesundheitszustand zu verschlechtern beginnt.
03
Alicia
Während der Medienrummel um Dolores' Prozess tobt, präsentiert die Staatsanwaltschaft einer voreingenommenen Jury einen rein spekulativen Fall.
04
Sonia
Dolores wird verurteilt und inhaftiert. Nach sechs Monaten wird das Urteil aufgehoben. Ein neuer Prozess wartet und eine weitere Frau verschwindet.
05
Tony
Als Parallelen zwischen den Fällen von Sonia und Rocío deutlich werden, wird Tony King festgenommen und mit beiden Morden in Verbindung gebracht.
06
Loli
Mehr als 20 Jahre nach dem Mord an Rocío kämpfen Dolores und Alicia noch immer damit, ihr Trauma zu verarbeiten und hinter sich zu lassen.