Hitlers Sklaven (2020)

Hitlers Sklaven

SERIE • 1 Staffel • Dokumentationen • Deutschland • 2020

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Zwangsarbeit in Nazideutschland war ein Massenphänomen – vom Regime organisiert, von der Gesellschaft getragen. Der Einsatz von Zwangsarbeitern im Reich geschah vor aller Augen.

Originaltitel
Hitlers Sklaven
Produktionsland
Deutschland
Originalsprache
Deutsch
FSK
6
Untertitel
Nein

Episoden-Guide

1. Staffel 1 (3 Episoden)
Zwangsarbeit in Nazideutschland war ein Massenphänomen - vom Regime organisiert, von der Gesellschaft getragen. Der Einsatz von Zwangsarbeitern im Reich geschah vor aller Augen. Die Opfer waren nicht nur Kriegsgefangene, sondern meist Zivilisten. Viele Frauen und auch Kinder zählten zu den Opfern. 13 Millionen Zwangsarbeiter wurden ins Reich verschleppt.
01
Ausbeutung
Deutschland, 1933. Die Demokratie war tot, nach dem Reichstagsbrand wurden Dekrete erlassen, die die Verfolgung politischer Gegner durch die Nazis einläuteten. Nur wenige Wochen nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde in Deutschland Zwangsarbeit eingeführt. Im März 1933 wurde in Oranienburg eines der ersten Konzentrationslager eröffnet. Dort wurden Menschen gefoltert, ermordet und zu schwerer Arbeit gezwungen. Der wirtschaftliche Aspekt dieser Zwangsarbeit war zweitrangig. Ihr Hauptzweck bestand darin, diejenigen einzuschüchtern, auszugrenzen und zu verfolgen, die als inakzeptabel galten.
02
Vernichtung
Sommer 1941. In deutschen Fabriken und auf Bauernhöfen fehlten drei Millionen Arbeitskräfte, vor allem junge Männer. Sie waren in den Krieg gegen die Sowjetunion gezogen. Die Operation Barbarossa war von Anfang an ein Eroberungs- und Vernichtungskrieg. Die Nazis betrachteten die sowjetische Bevölkerung und Kriegsgefangenen als slawische „Untermenschen“, deren Leben keinen Wert hatte. Ursprünglich war nicht einmal vorgesehen, sie zur Zwangsarbeit heranzuziehen. Mehr als 5,7 Millionen sowjetische Soldaten wurden gefangen genommen, 3,5 Millionen von ihnen starben. Die meisten von ihnen kamen unter den unmenschlichen Bedingungen in den Gefangenenlagern ums Leben, die die Deutschen direkt in den besetzten sowjetischen Gebieten eingerichtet hatten.
03
Sühne
Ende 1944. Im Osten und Westen gewannen die Feinde Deutschlands die Oberhand. Der Krieg war verloren, aber die Wehrmacht kämpfte verbissen weiter. Die SS begann, die Konzentrationslager aufzulösen, und die Häftlinge, die überlebt hatten, erlebten weitere Schrecken. Anfang 1945 mussten fast 60.000 Häftlinge zu Fuß von Auschwitz weit nach Westen marschieren, wobei etwa 15.000 von ihnen starben. Insgesamt forderten solche „Todesmärsche“ eine Viertelmillion Opfer, meist Juden. In den Lagern ließen die SS-Männer nur diejenigen zurück, die nicht mehr laufen konnten. Viele waren so geschwächt, dass sie kurz nach der Befreiung starben. Amerikanische Soldaten zwangen die Einwohner von Weimar, sich die geschundenen Leichen im nahe gelegenen Lager Buchenwald anzusehen. Viele Deutsche behaupteten jedoch, nichts von den begangenen Verbrechen gewusst zu haben. Dabei marschierten diese verfallenen Häftlinge mehrere Jahre lang durch ihre Stadt zu ihren Arbeitsplätzen.