Rabiat!

SERIE • 9 Staffeln • Dokumentationen, Krimi • Deutschland • 2018

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"Rabiat" ist ein neues multimediales Reportageformat mit rabiaten Geschichten aus dem Blickwinkel junger Autoren. Die sechsteilige Reihe will Emotionen auslösen, Haltung zeigen und zum Nachdenken anregen. Radio Bremen wird rabiat. Der Sender bringt ein Reportageformat ins Erste, das gesprächswertige Themen der Generation Y aufgreift und dabei jungen Reporterinnen und Reportern die Möglichkeit gibt, ihre Geschichte für ein großes Fernsehpublikum zu erzählen. Die Autorinnen und Autoren sind überwiegend preisgekrönt, nominiert, mindestens aber auffällig – und haben bereits bewiesen, dass sie in Webvideos, TV-Beiträgen und Reportagen fesselnd erzählen können.

Originaltitel
Rabiat!
Produktionsland
Deutschland
Originalsprache
Deutsch
Regie
Manuel Möglich
FSK
12
Untertitel
Nein
Besetzung
Manuel Möglich

Episoden-Guide

1. Staffel 1 (6 Episoden)
01
Drogenrepublik Deutschland
Juli 2016: Die Stimmung in Großbritannien ist zwiegespalten, viele Menschen sind verunsichert. Reporter Hubertus Koch geht kurz nach dem EU-Referendum um den #Brexit in den dreckigsten Pub von Bristol und diskutiert mit Menschen, denen Politik scheinbar egal ist, über den EU-Austritt. Auf der anderen Seite gehen Bürger*innen auf die Straßen engagieren sich politisch und demonstrieren gegen den Austritt aus der Europäischen Union. Deshalb die Frage: Wie ist die Stimmung im Land? Und vertrauen die Briten noch in die Politik? Hubi kommt zu dem Fazit: Statt "Make Britain Great Again" müsste es heißen: "Make Politics Great Again!"
02
Netzwerk Pervers
03
Geld. Macht. Glück.
Wenn Familie Grupp mittags beim Müsli sitzt, wird die Milch vom Butler serviert – in weißem Anzug, mit weißen Handschuhen. Die Unternehmerfamilie ist mit Textilien der Firma Trigema reich geworden und residiert in einer reetgedeckten Villa auf der Schwäbischen Alb. Auch die beiden Kinder Bonita und Wolfgang, 28 und 27 Jahre alt, leben mit auf dem Anwesen der Eltern. Bald wird er oder sie den Betrieb mit 1.200 Mitarbeitern übernehmen. Aber eben nur einer von beiden. Der vom Vater vorgegebene Wettbewerb zwischen den Erben – für beide kein Grund, sich aufzuregen. „Es ist doch richtig, dass am Ende der- oder diejenige das Unternehmen führt, der oder die am besten geeignet ist“, sagt Wolfgang Grupp junior. Das Wohl der Firma und der Arbeitsplätze steht über allem. Ein anderes Leben kann sich keins der beiden Kinder vorstellen. „Wir kennen es ja auch nicht anders“, sagt Bonita Grupp: „Die Firma war schon immer ein wichtiger Teil unseres Lebens.“ In der Radio-Bremen-Reportage „Geld. Macht. Glück.“ von Steffen Hudemann geht es um Menschen, die jung sind, aber schon millionenschwer – und die unterschiedlicher nicht sein könnten. Einer protzt mit Privatjet und Pariser Champagnersausen auf Instagram, Start-Up-Millionäre dagegen wollen an ihrem Studentenleben eigentlich nicht viel ändern. Und die Sprösslinge einer Unternehmerdynastie denken vor allem nach über die Bürde, die Vermögen für sie bedeutet. „Rabiat“-Reporter Steffen Hudemann lernt junge Reiche kennen, so alt wie er selbst, und fragt: Was macht sehr viel Geld mit Menschen unter 40, die mehr haben, als sie je brauchen werden? In Sankt Moritz feiert die bessere Gesellschaft sich selbst – beim exklusiven Snow Polo Turnier mit Champagner, Pelz und Kaviar. Statussymbole, von denen die Berliner Start-Up-Unternehmer Tobias Johann und Philipp Hartmann nicht viel halten. Sie kleiden sich trotz Millionenvermögens eher wie Studenten. Die Mitbegründer des Online- Lieferdienstes Lieferando investieren ihr Geld in Kunst und urbane Kultur. „Es geht nicht nur immer um höher, schneller, weiter“, sagt Philipp Hartmann: „Es gibt schöne Dinge im Leben und es ist schön, wenn man sich die leisten kann.“ Instagramer Bayo Surakatu inszeniert sich und seinen Lebensstil im Netz. Von Bescheidenheit hält er nichts. Er ist stolz darauf, was er sich erarbeitet hat und zeigt es gern. Eine Armbanduhr kaufen im Wert einer Eigentumswohnung? Deswegen hat er kein schlechtes Gewissen: „Ich habe mir alles selbst erarbeitet“, sagt er. Dem offiziellen Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung zufolge besitzen die oberen zehn Prozent in Deutschland mehr als die Hälfte des Vermögens. Vermutlich ist die Konzentration noch deutlich höher. Laut einer Oxfam-Studie strich das reichste Prozent im vergangenen Jahr 82 Prozent des Vermögenswachstums ein. Mit Reichen über ihr Geld ins Gespräch zu kommen, ist nicht immer leicht. Steffen Hudemann hat sich für das Radio Bremen-Reportageformat „Rabiat“ trotzdem auf die Suche gemacht nach jungen Menschen mit Geld. Entstanden ist ein Film über das Tabuthema Reichtum: Was treibt Deutschlands Vermögende an? Wie denken sie über Ungleichheit in unserer Gesellschaft? Und was ist eigentlich Luxus, wenn man alles hat? Rabiat – neues junges Reportageformat von Radio Bremen Radio Bremen wird rabiat. Der Sender bringt ein Reportageformat ins Erste, das jungen Reporterinnen und Reportern die Möglichkeit gibt, ihre Geschichte für ein großes Fernsehpublikum zu erzählen. Die Autorinnen und Autoren sind preisgekrönt, nominiert, mindestens aber auffällig. Journalistinnen und Journalisten mit Haltung und Tiefgang im On, die auch mal voll in die Kamera sprechen. Öffentlich-rechtliche Werte hat das Team verinnerlicht, doch die Schmerzgrenze liegt woanders. Der Fokus richtet sich auf die teilnehmende Beobachtung, das Kennenlernen, das Erleben. In den sechs Reportagen der Staffel, die ab dem 30. April 2018 immer montags um 22:45 Uhr im Ersten laufen, sind sie ganz nah dran; ob bei einem Koks-Deal, als Zielscheibe eines Shitstorms im Netz oder bei einer Partynacht im SM-Club. Die Macherinnen und Macher werden mit ihrer subjektiven Erzählweise Zuschauerinnen und Zuschauern auch mal vor den Kopf stoßen. Sie bauen Klischees in den Filmen auf, um sie postwendend zu brechen. Neue Sichtweisen sollen sich eröffnen. Die Filme wollen, sollen, ja sie müssen polarisieren, denn das macht gute Geschichten aus. (Text: ARD)
04
Türken, entscheidet Euch!
05
Hass ist ihr Hobby
06
Unter Pädophilen
2. Staffel 2 (6 Episoden)
01
Arsch hoch, Deutschland!
02
Deutschland den Deutschen?
03
Scheißjob Bulle?
04
05
06
3. Staffel 3 (3 Episoden)
01
Die Selbstoptimierer
02
Auf der Jagd
03
Klima retten? Ohne mich!
4. Staffel 4 (3 Episoden)
01
Infokrieger - Die neuen rechten Medienmacher
02
Scheiß auf Moral! - 5 Jahre Flüchtlingskrise
03
Rechte. Rock. Rattenfänger
5. Staffel 5 (3 Episoden)
01
Der ganz private Horror
02
Mannomann! - Moderne Männer, wo seid ihr?
03
Unter Singles - Allein glücklicher?
6. Staffel 6 (3 Episoden)
01
Rabiat: Bye, bye Ballermann?
Die schmalen Gassen Venedigs mit Touristen vollgestopft, Megapartys in Ischgl, vollgepackte Strände am Ballermann – so sah bis 2020 an vielen Orten die hässliche Seite des Reisens aus: Overtourism, Übertourismus. Dann kam Corona und führte gerade die Reisebranche in eine existenzielle Krise. Rabiat-Reporterin Anne Thiele begleitet in "Rabiat: Bye, bye Ballermann?" über ein Jahr Reisende und Menschen, die vom Tourismus leben, vor, während und nach Corona. Sie trifft die Gewinner und Verlierer der Krise und zieht im Frühjahr 2021 Bilanz: Wird Übertourismus wieder zum Problem? Wie sehen die neuen Konzepte aus, die das Reisen besser machen sollen? Und sind sie massentauglich?
02
In Gottes Namen
Wann in Gottes Namen macht die katholische Kirche endlich reinen Tisch? Seit zehn Jahren kommen immer neue Missbrauchsvorwürfe ans Tageslicht. "Rabiat"-Reporter Dennis Leiffels ist deshalb frustriert. Er verbrachte Teile seiner Jugend in einer christlichen Jugendgemeinde mit Reisen, Lagerfeuer und Stockbrot. In der Radio-Bremen-Reportage erzählt er die Geschichten der Opfer, der Gläubigen und Ungläubigen. Es ist auch die persönliche Reise eines Autoren, der die Rolle der Kirche zu schätzen weiß, aber nun auf eine zerrissene Institution trifft.
03
Rabiat: Frauen unter Druck
Es war noch nie so leicht, eine Frau zu sein – und es war noch nie so kompliziert. Eigentlich dürfen und können Frauen alles, aber landen oft nur in der zweiten Reihe. Oder zerreiben sich zwischen den eigenen Ansprüchen und denen anderer. So jedenfalls geht es "Rabiat"-Reporterin Julia Rehkopf. In "Rabiat: Frauen unter Druck" will sie herausfinden, wie Frauen im Jahr 2021 leben. Wie verändern sich Lebens- und Arbeitswelten und warum ist die Gesellschaft in so vielen Bereichen noch nicht weiter? Es geht um die drei großen Ks: Karriere, Kinder, Körper – und um Hürden, mit denen Frauen heute (noch immer) konfrontiert werden.
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