"Ein Oktopus hat den Mond zerstört" läuft aktuell bei folgenden Streaming-Anbietern:
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Ein Oktopus hat den Mond zerstört – der titelgebende Satz fällt beiläufig in einem Gespräch zwischen zwei Schülerinnen, die beim Nüssesammeln über ihren Ekel vor Maden sprechen. Beide nehmen an einem integrativen Lehrgang für Agrarwirtschaft an der Berliner August-Sander-Schule teil, einer Einrichtung, die Jugendlichen mit unterschiedlichen Voraussetzungen eine berufliche Perspektive eröffnet. Heidrun Holzfeind kehrt für diesen Film an einen Ort zurück, den sie bereits 2004 in einer fotografischen Arbeit untersucht hat. In ihrer Langzeitbeobachtung begleitet sie eine heterogene Gruppe von Schüler*innen über ein Schuljahr hinweg und richtet den Blick auf ihren Alltag innerhalb der Institution. In ruhigen, präzise komponierten Bildern entsteht ein vielschichtiges Porträt, das Gespräche, Gesten und Situationen sichtbar macht, in denen sich Zugehörigkeit, Unsicherheit und Selbstbehauptung ausdrücken. Unterricht, praktische Arbeit und informelle Begegnungen verweben sich zu einem Einblick in eine Lernumgebung, in der Fragen von Integration, Arbeit und persönlicher Entwicklung kontinuierlich verhandelt werden. Ohne erklärenden Kommentar entfaltet sich ein beobachtender Film, der die Beziehungen zwischen Schüler*innen und Lehrenden ebenso sichtbar macht wie die individuellen Wege innerhalb eines gemeinsamen Rahmens. Der Film feierte seine Premiere bei DOK Leipzig 2024 in der Sektion Young Eyes, wo er für den Young Eyes Film Award nominiert war, und wurde anschließend unter anderem beim Crossing Europe Filmfestival Linz sowie bei This Human World (Wien) gezeigt.