Commodus: Der Kaiser in der Arena
Kaiser Commodus schockiert Rom, indem er mit Traditionen bricht und Gladiator wird. Während 14 Tagen voller extravaganter Spiele tötet er wilde Tiere, kämpft gegen hilflose Gegner und gibt sich seiner Fantasie von Göttlichkeit hin – gekleidet wie Herkules verlangt er Verehrung. Hinter dem Spektakel verbirgt sich wachsende Unzufriedenheit: Der Senat wird verachtet, die Staatskasse geplündert und die Macht missbraucht, während er sich auf seinem Landsitz zum Gladiator ausbilden lässt. Als Commodus plant, das neue Jahr in der Gladiatorenbaracke einzuläuten, bricht in seinem engsten Kreis Panik aus. Vergiftet von seiner Geliebten Marcia und erwürgt von seinem Trainer Narcissus, stirbt Commodus – weit entfernt von dem Helden, den er sich vorgestellt hatte. Sein Tod löst einen Bürgerkrieg aus und läutet die Severer-Dynastie ein. Sein Vermächtnis wird verurteilt, und Commodus bleibt eine der bizarrsten Figuren der römischen Geschichte. Ein Kaiser, der versuchte, von der Arena aus zu regieren, nicht vom Thron.