Untergrundstädte und geheime Kammern
In Midyat in der Türkei legen Archäologen die riesige unterirdische Stadt Matiate frei, die sich über Tunnel und Kammern erstreckt, die vor Tausenden von Jahren gehauen wurden. Funde von Kirchen, Synagogen und römischen Münzen deuten darauf hin, dass sie einst ein Zufluchtsort für Menschen war, die vor religiöser Verfolgung flohen. In Royston, England, stoßen Arbeiter auf eine geheimnisvolle, in Kalkstein gehauene Kammer voller aufwendiger religiöser Schnitzereien. Unterhalb von Orvieto, Italien, bringt die Ausgrabung eines Weinkellers die Cavità 254 zum Vorschein, einen beeindruckenden etruskischen unterirdischen Komplex. Einst ein Steinbruch oder Wassersystem, deutet seine gezielte Ausstattung mit Keramik und Knochen auf rituelle oder symbolische Bestattungspraktiken hin. Zu guter Letzt kartieren Archäologen in Abarkuh, Iran, ein riesiges unterirdisches Tunnelnetz. Es ist wahrscheinlich Teil eines alten Qanat-Wassersystems, das den persischen Erfindergeist verkörpert und mit Hilfe von Ingenieurskunst Dürren, Kriege und die Hitze der Wüste überstanden hat.