"The mafia is no longer what it used to be" läuft aktuell bei folgenden Streaming-Anbietern:
Realeyz Amazon Channel.
Ein bitter-satirischer Dokumentarfilm über Siziliens Verhältnis zur Mafia. 2017, 25 Jahre nach den Mafia-Morden an den Richtern Paolo Borsellino und Giovanni Falcone, untersucht der sizilianische Filmemacher Franco Maresco zusammen mit der Fotografin Letizia Battaglia, die durch ihre Bilder der Mafia-Verbrechen bekannt geworden ist, wie in Palermo das Gedächtnis an die beiden Mafia-Jäger zelebriert wird. Sie stoßen dabei allenthalben auf Gleichgültigkeit, offene Feindseligkeit oder absurde Ausweichmanöver. Letzteres gilt vor allem für den Party-Veranstalter Ciccio Mira und seine Sänger, die eine den Ermordeten gewidmete Feier auf die Beine stellen, die zur reinen Farce ausartet. Der Film, der an Franco Marescos Dokumentarfilm "Belluscone" anschließt, legt auf komische, zugleich aber bitterböse Weise eine Mentaliät bloß, die das organisierte Verbrechen duldet und mitträgt. DIE MAFIA IST AUCH NICHT MEHR DAS, WAS SIE MAL WAR ("La mafia non è più quella di una volta") hat den Special-Preis der Jury bei der Mostra del Cinema di Venezia erhalten und hat dabei den brillianten Franco Maresco wieder in den Mittelpunkt des italienischen Kinos gerückt, nachdem er dort bereits mit Daniele Cipri, damals am äußersten Rand mit Lo zio di Brooklyn und Totó che visse due volte, stand. Im Jahre 2017, 25 Jahre nach den Massakern von Capaci und der Via D’Amelio, fragt sich Maresco immer wieder nach dem Sinn dieses Jahrestages und der diesen begleitenden surrealen Ereignissen.