Javier Giner, ein 30-jähriger Filmemacher, begibt sich freiwillig in eine Entzugsklinik, weil er von Alkohol und Kokain abhängig ist. Seine Diagnose lautet Impulskontrollstörung. Nachdem er jahrelang ein Leben der Selbstdestruktion geführt hat, das ihn immer weiter in die Tiefe zog, beschließt er jetzt, die Klinik erst zu verlassen, wenn er ganz gesund ist. Mit Hilfe eines Tagebuchs und der Entschlossenheit, seinen Lebensweg zu ändern, findet sich Javier in einer Schlüsselsituation seines Lebens wieder. Die monatelange Genesung in der Klinik, von der Natur und wichtigen Personen umgeben, verändert Javiers Leben für immer.
01
Sucht
Javier Giner beschließt, die Klinik zu verlassen, in die er zum Entzug wegen Alkohol- und Kokainmissbrauchs eingeliefert wurde. Nachdem er sich mit seinen Mitpatienten und den Abläufen vertraut gemacht hat, kommt er zu dem Schluss, dort nicht hinzugehören, da er kein Junkie sei. Kurz danach gerät sein Leben durch die zerstörerische Krankheit komplett außer Kontrolle und er ist am Boden. In diesem Moment kompletter Dunkelheit trifft er eine Entscheidung, die alles verändern wird.
02
Die Klinik
Javier lässt sich nach einigen Wochen selbst wieder in die Klinik einweisen. Er ist tief erschüttert und will alles tun, um sich selbst aus den Klauen seines unentrinnbaren Problems zu befreien: Er hat die Kontrolle über sein Leben verloren und sich und seine Nahestehenden kaputt gemacht. In der Klinik freundet er sich mit Rui, einer Mitpatientin an. Die beiden fühlen sich durch ihre Verwirrung und ihre Verzweiflung verbunden. Er sieht, dass sie dort genauso fehl am Platz ist, wie er sich fühlt.
03
Das Monster
Nach sechs Wochen in der Klinik hat sich Javier in den Klinikalltag eingegliedert. Er beteiligt sich an Gruppenveranstaltungen und befolgt die Regeln, die Anais für ihn aufgestellt hat. Zwei Dinge stören die Ruhe und Sicherheit, die er genießt: Eine wichtige Filmpremiere in Madrid und die Ankunft einer neuen Patientin, die er nicht ausstehen kann: Lola, eine Nymphomanin mit Borderline-Persönlichkeitsstörung, die alle möglichen Substanzen missbraucht, lebt ein Leben mit unglaublich extremer Intensität.
04
Bindungen
Javier heißt einen Neuankömmling in der Klinik willkommen. Iker, ein junger, schwuler Schauspieler, der Chemsex-süchtig ist. Iker wurde in die Klinik gezwungen und ist sich seiner Krankheit weder bewusst, noch will er sie aufgeben. Er verhält sich arrogant, manisch und tyrannisch. Ikers Ankunft wird zu einer ständigen Sorge für Javier, einem Kampf zwischen zwei verwundeten Menschen, die mehr gemeinsam haben, als sie zugeben möchten.
05
Die Familie
Während einer Therapiestunde mit Rafael erzählt Javier Einzelheiten über seinen zweiten Familienbesuch, seit er in der Klinik ist. Eine Reise nach Barcelona für vier Tage, mit seinen Eltern und seiner Hündin. Was ereignislos beginnt, wird zu einer Erfahrung, die an Tiefe und Schmerz immer mehr zunimmt. Eine rohe, brutale Bloßstellung der tief verankerten Toxizität, der pathologischen Dynamik einer Kernfamilie, in der jeder den anderen lieben will, aber es nicht auf gesunde Weise schafft.
06
Der Abschied
Nach fast vier Monaten in der Entzugsklinik wird Javier aus der Therapie entlassen und ist bereit, die Klinik zu verlassen. Zeit, sich von den Profis zu verabschieden, die ihm und seinen Mitpatienten so viel geholfen haben und mit denen ihn eine enge Freundschaft verbindet. Überraschenderweise hat er Panik davor, sich der Wirklichkeit außerhalb der Klinik zu stellen, und fragt sich, ob er dazu in der Lage sein wird.