Dieser Klassiker verwebt zahlreiche Liebesgeschichten zu einem romantischen Mosaik aus Nähe, Chaos und großen Gesten. Hugh Grant als unbeholfener Premierminister, Emma Thompson als verletzte Ehefrau, Colin Firth als schüchterner Schriftsteller oder Keira Knightley in einer ihrer ersten großen Rollen stehen für Figuren, die Liebe nicht beherrschen, sondern an ihr scheitern, wachsen oder schlicht überrascht werden. Der Film feiert genau diese Unordnung: Liebe ist hier selten elegant, oft peinlich und fast immer unpraktisch – aber allgegenwärtig und zutiefst menschlich.
Gut zu wissen:
Die Geschichte erzählt auf den ersten Blick eine romantische Fantasie über Zeitreisen, nutzt dieses erzählerische Mittel aber vor allem, um den Blick auf Nähe, Verlust und Alltäglichkeit zu schärfen. Domhnall Gleeson spielt einen jungen Mann, der lernen muss, dass Liebe nicht dadurch besser wird, dass man sie perfektioniert, sondern dass sie im Unvollkommenen wächst. Rachel McAdams gibt seiner Partnerin eine ruhige Selbstverständlichkeit, die dem Film Erdung verleiht und ihn vor Kitsch bewahrt. About Time ist weniger klassische Romcom als warmherzige Erinnerung daran, dass Glück nicht geplant werden kann – sondern im bewussten Erleben der kleinen Momente entsteht.
Gut zu wissen:
Was wie ein klassisches Märchen beginnt, entwickelt sich zu einer Liebesgeschichte über Ungleichgewichte, Öffentlichkeit und die Angst, nicht zu genügen. Hugh Grant spielt den schüchternen Buchhändler William Thacker mit jener Mischung aus Selbstironie und Verletzlichkeit, die seine Romcom-Rollen geprägt hat, während Julia Roberts als weltberühmter Filmstar die Kehrseite von Ruhm und Projektion sichtbar macht. Notting Hill lebt davon, dass Liebe hier nicht als glamouröse Erlösung erzählt wird, sondern als Entscheidung, sich trotz Machtgefälle und Unsicherheit aufeinander einzulassen. Gerade diese Bodenständigkeit macht den Film bis heute so anschlussfähig.
Gut zu wissen:
Diese Liebesgeschichte beginnt dort, wo viele romantische Filme enden: nach der Trennung. Someone Great erzählt vom Schmerz des Loslassens, aber auch von der Kraft von Freundschaft und Selbstbehauptung, wenn ein Lebensentwurf plötzlich wegbricht. Gina Rodriguez spielt eine junge Frau, die zwischen beruflichem Aufbruch und emotionalem Abschied lernen muss, dass Liebe nicht nur im Festhalten besteht. Der Film macht Mut, weil er Verlust nicht als Scheitern erzählt, sondern als notwendige Bewegung nach vorn.
Gut zu wissen:
Zwei langjährige Freunde beschließen, sich als Singles gegenseitig durch eine endlose Hochzeitssaison zu begleiten – und merken dabei langsam, dass sich ihre Beziehung verändert. Maya Erskine und Jack Quaid spielen dieses Duo mit viel Selbstironie und emotionaler Offenheit, ohne die Figuren zu idealisieren. Plus One erzählt von Nähe auf Augenhöhe und davon, wie schwer es manchmal ist, eine Freundschaft neu zu definieren, wenn plötzlich Gefühle ins Spiel kommen.
Gut zu wissen:
Eine Hochzeitsfeier in der kalifornischen Wüste, ein lauer Abend, zu viel Alkohol – und plötzlich steckt man gemeinsam in einem Tag fest, der sich endlos wiederholt. Andy Samberg spielt einen Mann, der sich längst im Stillstand eingerichtet hat, Cristin Milioti eine Frau, die sich genau dagegen wehrt. Aus beiläufigem Flirt wird eine Liebesgeschichte, die überraschend viel über Verantwortung, Nähe und emotionale Ehrlichkeit erzählt. Palm Springs ist leicht, schnell und dabei klüger, als sein absurdes Ausgangsszenario vermuten lässt – ein Film, der zeigt, dass Liebe manchmal genau dort beginnt, wo man aufhört, auf Veränderung zu hoffen.
Gut zu wissen:
Was als lockerer Stand-up-Flirt beginnt, entwickelt sich zu einer Liebesgeschichte, die unerwartet ernst wird. Kumail Nanjiani spielt eine leicht verfremdete Version seiner selbst: einen Comedian, der zwischen kulturellen Erwartungen, familiärem Druck und echten Gefühlen navigiert. Als Emily (Zoe Kazan) plötzlich schwer erkrankt, rückt die romantische Komödie in den Hintergrund und macht Platz für etwas Seltenes: eine Geschichte über Geduld, Unsicherheit und das langsame Entstehen von Vertrauen. The Big Sick ist witzig, warmherzig und erstaunlich erwachsen – und gerade deshalb so tröstlich für alle, die Liebe nicht als Selbstläufer erleben.
Gut zu wissen:
Ein verregneter Küstenort, ein vergessener Musiker und eine unerwartete E-Mail – Juliet, Naked erzählt eine Liebesgeschichte, die leise beginnt und sich langsam entfaltet. Ethan Hawke spielt einen einst verehrten Songwriter, dessen Mythos längst bröckelt. Rose Byrne als Frau in einer festgefahrenen Beziehung findet den Mut, sich neu zu sortieren. Der Film liebt seine Figuren für ihre Unvollkommenheit und zeigt, dass Nähe manchmal erst möglich wird, wenn alte Projektionen losgelassen werden. Eine Romanze für alle, die nicht mehr an große Gesten glauben, sondern an ehrliche Gespräche.
Gut zu wissen:
Jede Episode von Modern Love erzählt eine eigene Liebesgeschichte – mal romantisch, mal freundschaftlich, mal schmerzhaft ehrlich. Die Serie zeigt Großstadtliebe ohne Glamour, dafür mit viel emotionaler Präzision: Beziehungen entstehen, scheitern, verändern sich. Bekannte Schauspielerinnen und Schauspieler wie Anne Hathaway, Dev Patel oder Tina Fey geben diesen Miniaturen Gewicht, ohne ihnen die Alltäglichkeit zu nehmen. Modern Love ist weniger Eskapismus als Einladung, die eigenen Beziehungen mit etwas mehr Nachsicht zu betrachten.
Gut zu wissen:
Love Life erzählt Liebe nicht als Ziel, sondern als Weg. Jede Staffel folgt einer einzelnen Person durch Beziehungen, Fehlentscheidungen, kurze Hoffnungen und lange Zweifel – vom ersten Date bis zur letzten großen Liebe. Anna Kendrick und später William Jackson Harper tragen die Serie mit Figuren, die selten wissen, was sie tun, aber spürbar versuchen, ehrlich zu bleiben. Der Reiz von Love Life liegt darin, dass hier nicht die eine Beziehung im Zentrum steht, sondern all die Menschen, die uns auf dem Weg zu ihr prägen – manchmal nur für einen Sommer, manchmal für ein Leben.
Gut zu wissen:
Nach einer schmerzhaften Trennung beschließt eine Frau, ihr Leben radikal neu zu sortieren – und reist allein durch Italien, Indien und Indonesien. Julia Roberts spielt diese Suche nach Sinn und Nähe ohne Ironie, aber mit spürbarer Verletzlichkeit. Eat Pray Love ist keine klassische Liebesgeschichte, sondern eine über Selbstzuwendung: Erst wer lernt, sich selbst ernst zu nehmen, kann wieder offen für Nähe werden. Gerade für Singles am Valentinstag liegt darin der Trost dieses Films – Liebe beginnt hier nicht bei jemand anderem.
Gut zu wissen:
Zwei Fremde steigen in Wien aus einem Zug und verbringen eine Nacht miteinander, ohne zu wissen, ob sie sich je wiedersehen. Ethan Hawke und Julie Delpy tragen den Film fast ausschließlich über Gespräche, Blicke und Pausen. Before Sunrise verzichtet auf Drama, Plot und große Gesten – und wirkt gerade deshalb so intensiv. Als Schlusspunkt dieser Liste erinnert der Film daran, dass Liebe manchmal nur ein Moment ist, der trotzdem ein Leben lang nachhallt.
Gut zu wissen: