Eigentlich sollte das verschlafene Nest 29 Palms nur ein Zwischenstopp für einen durchreisenden Gauner und seine Tasche voller Bargeld werden. Doch schon bald löst gerade dieser Umstand eine gemeingefährliche Kettenreaktion unter den Bewohnern aus. Aus allen Ecken und Winkeln strömen plötzlich verkrachte Existenzen, die dem armen Dieb an die Wäsche wollen. Sei es der fiese Cop, die unglückliche Kellnerin, der korrupte Richter, mysteriöse Killer oder brutale Türsteher des nahe gelegenen Casinos. Sie alle gieren nach der Fahrkarte ins Glück und schrecken dafür auch vor Mord nicht zurück ...

Ein Thriller mit Elementen der Schwarzen Komödie von Leonardo Ricagni, der zwar hin und wieder mit Überraschungen aufwartet und reichlich skurrile Charaktere bietet, aber darüber hinaus nichts Neues zu erzählen weiß. Das ein ganzer Ort hinter einer mit Kohle voll gestopften Tasche her ist, ist nun mal nicht die Neuerfindung des Thrillers. Zwar ist Rachel Leigh Cook wie immer schon anzusehen, doch das schauspielerische Niveau aller Beteiligten ist leider nicht das höchste. Dazu kommt die uninspirierte Regieführung von Ricagni, die die an sich schon nicht sonderlich interessante Story vollends versanden lässt.  

Foto: Splendid