Beruflich hatte Dietrich Schubert verschiedene nordafrikanische Wüsten bereits mehrfach bereist, als ihm die Idee kam, eine Zeit lang allein in der marokkanischen Steppe zu verbringen. Doch wie lange hält man es im ewigen Sand aus? Was passiert an so einem abgeschiedenen Ort? Schubert hat es herausgefunden und sein Quartier - unter anderem einen Geländewagen mit genügend Wasser und Verpflegung für zwei Monate - in der Nähe von Zagora aufgeschlagen. Und dann hat er der Dinge geharrt ...

1953 zeigte der Disney-Dokumentarfilm, dass "Die Wüste lebt". Doch Filmemacher Dietrich Schubert suchte nicht das Leben in der sandigen Einöde, sondern die Einsamkeit, Stille und Leere der kargen Landschaft. Das Selbstexperiment begleitete Schubert mit einer Kamera und hielt seine Erfahrungen und Beobachtungen fest. Wem das zu wenig Leben ist, der sollte dann doch lieber auf den Disney-Klassiker zurückgreifen.



Foto: Real Fiction/Dietrich Schubert