Der Titel des Filmes wird zu dessen Programm, denn "Aloys" ist der Name des Protagonisten, der von Georg Friedrich verkörpert wird. Dieser arbeitet als Privatdetektiv und führt ein zurückgezogenes Leben als Einzelgänger. Der einzige Kontakt zu seinen Mitmenschen besteht in Aloys' Oberservationen. Aber damit ist von jetzt auf gleich Schluss, als sein Vater (Karl Friedrich) stirbt.

Der Schweizer versucht, den großen Verlust mit Alkohol zu betäuben. Doch im volltrunkenen Zustand wird ihm sein ganzes Detektiv-Equipment entwendet und plötzlich kontaktiert ihn eine wundersame Frau. Sie besitzt ein Druckmittel, mit dem sie den Eigenbrötler zwingt, an einem Versuch der ganz besonderen Art teilzunehmen.

Geschmackssache

Die schweizerisch-französische Koproduktion wird als Drama gehandhabt. Allerdings bietet das Langspielfilm-Debüt des Regisseurs Tobias Nölle, der für seine Kurzfilme bekannt ist, viel mehr als das. Die zunächst wenig fesselnde Handlung wandelt sich zu einer zauberhaften Odyssee - und damit zu einem Roadmovie mit Fantasy-Elementen.

Zugleich ist "Aloys" aber auch ein spannender Thriller mit Gänsehaut-Garantie sowie eine gefühlvolle Romanze. Für manchen Geschmack kann dieser verrückte Genre-Mix allerdings zu viel des Guten sein. Und auch die Schweizer-Mundart, die in den Dialogen zum Ausdruck kommt, könnte den ein oder anderen abschrecken. Allerdings überwiegen diese nicht, denn der Streifen kommt oft ohne Worte aus.

Besonders sind dabei die Filmmusik und die spezielle Kameraführung. Die Einstellungen begeistern mit großer Liebe zum Detail und mit extravaganter, teilweise skurriler, Schnitttechnick.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Aloys":