Gerade feiert Finanz-Karrierist Robert Miller seinen 60. Geburtstag und wähnt sich auf dem Höhepunkt seines Lebens, da droht er gefährlich tief zu fallen. Denn die erfolgreiche Trading-Firma steht auf wackeligen Beinen und wäre ohne Kredite längst pleite. So hofft Miller, dass das Übernahme-Angebot einer Bank zustande kommt, bevor seine Tricksereien und Betrügereien der letzten Jahre ans Tageslicht kommen. Doch das Geschäft könnte platzen, wenn der interessierte Käufer herausfände, dass Miller eigentlich vor dem Ruin steht. Als dann der Beau, der sich neben seiner ihn liebenden Ehefrau auch noch eine Geliebte leistet, in einen Unfall verwickelt wird, der seiner Geliebten das Leben kostet, ist ihm auch noch der aufdringliche wie hartnäckige Ermittler Michael Dryer auf den Fersen ...

Spielfilmdebütant Nicholas Jarecki (Jahrgang 1979) tauchte mit diesem Werk gekonnt in die glitzernde Scheinwelt der Finanzen ein und präsentiert einen starken Richard Gere. Dessen ambivalenter Charakter offenbart hinter der Strahlemann-Attitüde einen skrupellosen Karriersten. Gere scheint offenbar immer dann zu Hochform aufzulaufen, wenn er statt schmalziger Liebhaber, durchtriebene, undurchsichtige Figuren spielen darf. Jarecki hatte bereits als 19Jähriger die Filmschule der New York University abgeschlossen, hatte aber Schwierigkeiten, in der Branche Fuß zu fassen. Erste Dreh-Erfahrungen sammelte er schließlich beim Pay-TV-Sender HBO als Clip-Regisseur, Produzent, Autor und Dokumentarfilmregisseur ("The Outsider"). Sein Spielfilmdebüt überzeugt als gut gespielter und spannend erzählter Mix aus Finanz-Thriller und Beziehungsdrama.



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