Zwischen Hitze und Kälte, der Grossartigkeit des Sternenhimmels und dem beschränkten Licht eines Wüstenfeuers haben sich die Tuareg in der Weite der Sahara eingerichtet. Nach den Jahren der Dürre und der Rebellion kann das Berbervolk seine angestammte nomadisierende Lebensweise und seine uralte Liebe zu Schönheit, Musik und Poesie heute wieder pflegen. Der Film führt den Zuschauer in eine Welt, wo "Ässhäk" der Respekt vor anderen Menschen, die Geduld und ein achtsames Miteinander als oberstes Leitmotiv gelebt wird.

Bereits mit ihrem Werk "Die Salzmänner von Tibet" (1996) bewies die Dokumentarfilmerin Ulrike Koch, dass sie ein Händchen für außergewöhnliche Stoffe hat. Hier taucht sie in das Leben und die Traditionen der Tuareg und in die Weiten der Sahara ein. Aus einem respektvollen Blickwinkel zeigt ihr Film eine archaische Lebensweise voll von schöpferischer Lebendigkeit, ein anderes Zeitverständnis und eine Sicht auf den Himmel über der Wüste. Die in Birkenfeld an der Nahe geborene Regisseurin und Wahl-Züricherin begann ihre Karriere nach dem Studium der Sinologie, Japanologie und Völkerkunde und dem Studium der chinesischen Literatur und Philosophie an der Beijing Universität 1984 als Dolmetscherin und Casting-Direktorin bei Bernardo Bertoluccis vielfach Oscar-gekrönten, monumentalen Meisterwerk "Der letzte Kaiser" (1986). Danach wirkte sie unter anderem als Regieassistentin für Nikita Michalkows "Urga" mit.

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