Beerdigungen sind bekanntlich in Deutschland teuer, noch teurer werden sie allerdings für verstorbene Mitbürger aus anderen Ländern, die ja von einem Bestattungsunternehmen in die ferne Heimat verfrachtet werden müssen. Und das kostet. Der Serbe Zoki und der Bosnier Feti, die eigentlich verfeindet sein müssten und ständig über den Krieg streiten, machen aus der Not allerdings eine Tugend, bzw. eine einträgliche Geschäftsidee: Von Berlin-Kreuzberg aus schmuggeln sie die Leichname verstorbener Landsleute - verkleidet als hoffnungslos betrunkene Gastarbeiter - zurück in deren Heimatland. Bis eines Tages eine vermeintliche Leiche wieder lebendig wird ...

Ein Serbe und ein Bosnier als Protagonisten-Duo einer durchgeknallten schwarzen Komödie mit Anleihen am Genre des Road-Movie? Das Regieduo Markus Stein und Milan Puzic macht's möglich. Mit tiefschwarzen Humor, der jedoch oft weit übers Ziel hinausschießt und zur Klamotte verkommt, erzählen die beiden eine skurrile Geschichte, in der die unterschiedlichen Lebensumstände in West und Ost aufeinander treffen. Ein durchaus orgineller Ansatz, der durch klischeehafte Zeichnung der Charaktere aber stark getrübt wird. Da helfen auch die zum Teil wunderbaren Landschaftsbilder von Kameramann Rali Raltschev nicht viel. Eine vertane Chance!

Foto: Hoferichter & Jacobs