Eigentlich hatten Maria und Martin sich geschworen, sich nie wieder auf eine Beziehung einzulassen. Denn beide haben schlechte Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht gemacht und glauben, dass Frauen und Männer einfach nicht zueinander passen. Doch dann lernen sie sich auf einer Vernissage kennen und probieren es miteinander, allerdings unter der Prämisse, sämtliche Sollbruchstellen einer Beziehung vor der Ehe aus dem Weg zu räumen. Kurzerhand wird geheiratet und die besten Freunde, die zwar warnend zur Seite standen, als Trauzeugen ernannt. Und natürlich: nach drei Jahren stehen die Beiden vor den Scherben ihrer Ehe und liegen nach einem Streit erschossen auf dem Boden - und mit diesem Knall beginnt der Film ...

Gabriel Baryllis Komödie beginnt mit Mord und Totschlag. Rückblickend lässt er seine Protagonisten - zu denen er auch selbst gehört - erzählen, wie es zum tödlichen Zwischenfall kam und: warum! Barylli, seines Zeichens Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler, inszenierte eine Boy-meets-Girl-Beziehungskomödie für die Generation 35 plus, die mit sämtlichen Klischees zum Thema Geschlechterkrieg aufwartet. À la Rosamunde Pilcher fängt Barylli in seinen Bildern eine Wald- und Wiesen-Idylle ein und stilisiert die Liebe und Romantik, die am Ende doch zum Scheitern verurteilt ist. Wer also eine Anleitung zur richtigen Beziehungsführung erwartet, sollte sich genau überlegen, ob der Tod als Ende einer Beziehung - wie im klassischen Drama - eine wirkliche Option darstellt.



Foto: W-film