Das junge Paar Ali und Matthias sowie der Transvestit Udo, ihr Dienstmädchen, kennen sich schon seit längerer Zeit. Eines Abends lädt das Trio zu einer erotischen Party ein. Nach und nach kommen die Gäste: die Schlampe, der Hengst, der Jugendliche und die Diva. Um sich kennenzulernen, geben sie ganz persönliche Informationen von sich preis, bewahren aber hinter den ganz eigenen Geschichten ihre Anonymität. Doch zum Reden sind die sieben Personen nicht zusammengekommen. Und so gipfelt die Nacht in einer sexuellen Orgie, die die einzelnen Teilnehmer auf ganz unterschiedliche Weise zusammenbringt, ihre Träume, Sehnsüchte und Wünsche offenbart und jeden Einzelnen nachhaltig verändert. Schließlich taucht ein letzter, unerwarteter Gast auf ...

Unterhaltungskino sieht anders aus. Doch zur Verteidigung dieser Kunstfilminszenierung muss fairerweise gesagt werden: Das Mainstreampublikum will Regisseur Yann Gonzales mit seinem ersten Spielfilm auch gar nicht ansprechen. Das surreale Tête-à-Tête lebt in erster Linie von den visuellen Kontrasten, aber auch von den Namen der Darsteller. Allen voran Éric Cantona, Ex-Fußballer, Frankreichs-Vorzeige-Sexsymbol Béatrice Dalle und Alain-Fabien Delon, der Sohn des "großen" Alain Delon. Der Zuschauer darf sich durchaus kritisch fragen, ob er zur Zielgruppe dieses surrealistischen und abstrusen Werkes zählt. Wer sich für die Musik der französischen Elektroband M83 begeistern kann, die den Soundtrack liefert, findet vielleicht auch an den artifiziellen Bildern Gefallen, die ständig zwischen Traum und Wirklichkeit und zwischen Licht und Schatten wechseln.



Foto: Edition Salzgeber