Der irische Gangster Whitey Bulger (Johnny Depp) gehörte viele Jahre zu den gefürchtetsten Verbrechern Amerikas. In Boston machte sich der Kriminelle mit roher Gewalt einen Namen und baute bald darauf ein mächtiges Imperium auf. Bereits Martin Scorsese näherte sich in "The Departed" dem Ganoven an, indem er Bulger als Vorlage für Frank Costello verwendete.

Nach einer wahren Geschichte

Mit "Black Mass", basierend auf dem Buch "Black Mass: The True Story Of An Unholy Alliance Between The FBI and The Irish Mob", in dem die Geschichte Bulgers erzählt wird, nähert sich Scott Cooper nun dem historischen Whitey Bulger  an. Dieser geht im Laufe des Streifens einen Deal mit seinem Freund aus Kindertagen und nun FBI-Agent John Connolly (Joel Edgerton) ein, der für beide Seiten von Vorteil sein soll. Nach und nach wollen sich beide immer stärker profilieren, und der wackelige Frieden droht sich ins Gegenteil zu verkehren.

Gut. Besser. Depp.

Der Film ist ein Gangsterthriller allererster Güte. Wie auf einer wilden Fahrt durch die Unterwelt Bostons und gleichzeitig durch das Seelenleben der beteiligten Charaktere ist der Zuschauer von Beginn an im Bann der Produktion. Einen großen Anteil daran hat nicht nur Coopers tolle Inszenierung, sondern vor allem Hauptdarsteller Johnny Depp. Dieser spielt den Gangster mit all der Kälte und Emotionslosigkeit, sodass man bei dessen bloßem Anblick bereits erschaudert. Und doch würzt er Bulgers Person mit so viel Cleverness und schwarzem Humor, dass man hin- und hergerissen ist, auf welche Seite man sich schlagen soll. Depp spielt hier die vielleicht beste Rolle seines Lebens.

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