Gigantische Baumriesen, dichtes Blätterwerk, atemberaubende Grüntöne in schwindelerregenden Höhen. Im südamerikanischen Peru, dem afrikanischen Gabun und im europäischen Frankreich gingen die Filmemacher der Evolution der Bäume auf den Grund, wollte die Geheimnisse um Photosyntese, Wachstum und einem oft jahrhunderte umfassendes Alter aufspüren. Botaniker, Ökologe und Zeichner Francis Hallé (in der deutschen Fassung von Bruno Ganz gesprochen) erklärt die ökologischen Zusammenhänge von Tier- und Pflanzenwelt und taucht mit dem Zuschauer in den fragilen Lebenskreislauf des Waldes ein.

Die Erwartungen an diesen Film waren hoch, zumal sich Dokumentarfilmer und Oscarpreisträger Luc Jacquet ("Die Reise der Pinguine", "Der Fuchs und das Mädchen") jahrelang mit diesem Werk beschäftigt hat. Doch das Ergebnis ist ernüchternd: Trotz oft betörender Bilder von uralten, ehrfürchtigen Baumgiganten nervt der naiv-pädagogische Stil bereits nach wenigen Minuten. Zudem ist die Animation - gerade angesichts der heutigen Möglichkeiten via Computer - erschreckend schlecht und oft selten dämlich. Tolle Kamerafahrten hingegen werfen mehr Fragen auf, als hier beantwortet werden. Zudem kann Koryphäe Hallé den Zuschauer nicht wirklich in den Bann des magischen Grüns ziehen. Äußerst schade, denn so bleiben nur ein paar tolle Baumbilder haften!



Foto: © Tristan Jeanne-Valès Bonne Pioche Cinéma 2013