Walter Hartright wird zum Landgut Limmeridge House geschickt, um dort der jungen Laura Fairlie Kunstunterricht zu geben. Bevor er das Gut erreicht, begegnet er einer rätselhaften Frau in Weiß, die aus einer Nervenklinik ausgebüxt sein soll. Sie warnt vor einer Gefahr und tatsächlich ist Walter seine neue Wirkungsstätte Limmeridge House sofort unheimlich. Laura aber ist entzückend, leider jedoch bereits vergeben - an Sir Percival Glyde, der nur auf ihr beträchtliches Erbe schielt. Hinter der arrangierten Hochzeit steckt Graf Fosco, dessen Frau Lauras Tante ist. Auch er will das Erbe. Von Liebeskummer erfüllt, reist Walter ab. Einige Zeit nach der Hochzeit ist Laura tot. Scheinbar. Denn in Wahrheit ist die Verstorbene Anne Catherick, die Frau in Weiß. Laura muss also noch leben. Aber wo steckt sie? Und was ist Percivals Geheimnis, vor das die Frau in Weiß warnte?

Mit seinem Roman "Die Frau in Weiß" (1860) legte der Engländer Wilkie Collins den Grundstein für das Genre der Mystery Novel. Die gruselige Geschichte wurde mehrmals verfilmt, in Deutschland 1971 als Dreiteiler mit Heidelinde Weis in der Hauptrolle. Die vorliegende Adaption von Peter Godfrey ("Die zwei Mrs. Carrolls") gehört zu den gelungenen Umsetzungen des Buchs. Die Musik steuerte Max Steiner bei. Der gebürtige Wiener hatte zu diesem Zeitpunkt schon drei Oscars für sein Wirken in Hollywood in der Vitrine stehen, im Laufe seines Lebens war er 18 Mal nominiert. Als Bösewicht Graf Fosco ist Sydney Greenstreet zu sehen, bekannt als Signor Ferrari aus "Casablanca".

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