Karim arbeitet auf einer Straußenfarm nahe Teheran. Sein geruhsames Familienleben gerät aus dem Gleichgewicht, als er den Job verliert und seine älteste Tochter gleichzeitig ein nahezu unerschwingliches, neues Hörgerät benötigt. Durch Zufall wird er Motorrad-Taxifahrer in Teheran, verdient plötzlich mehr denn je und entdeckt dabei, dass die Großstadtbewohner viel Brauchbares wegwerfen. Mit dem Horten dieser "Reichtümer" wandelt Karim sich zu einem habgierigen Mann, der den bedürftigen Nachbarn nichts mehr abgibt. Erst als er sich bei einem Sturz schwer verletzt und auf die Hilfe anderer angewiesen ist, entdeckt Karim die eigentlichen Werte des Lebens ...

Der vielfach preisgekrönte, aus Teheran stammende Regisseur Majid Majidi ("Himmelskinder", "Die Farben des Paradieses", "Baran") erzählt hier die herzerwärmende Geschichte eines einfaches Mannes, der erst in der Not begreift, das er sein Leben ändern muss. "Das Lied der Sperlinge" war 2008 bei der Berlinale für den Goldenen Bären nominiert, der bravourös aufspielende Mohammad Amir Naji (hier als Reza Naji) gewann für seine Rolle des Karim den Silberen Bären als bester Darsteller.

Foto: BR/ARD/Degeto