Im russischen Jasnaja Polnaja, im ehemaligen Ostpreußen gelegen und einst berühmt für das Pferdegestüt Trakehnen, leben heute wieder deutschstämmige Familien. Sie sind aus Kasachstan ins Kaliningrader Gebiet umgesiedelt worden. Ihre Geschichte ist ebenso wie die ihrer russischen oder armenischen Nachbarn im Ort von Entwurzelung geprägt. So erzählen die älteren Bewohner, deren Leben von harter Arbeit bestimmt ist, mal wehmütig, mal lakonisch vom Krieg, ihrer früheren Heimat und den Schwierigkeiten des Neuanfangs. Die Kinder und Jugendlichen dagegen sprechen unbefangen über das Dorf und sein deutsches Erbe. Es sind die elementaren Dinge, die hier zählen: die Freude an der Natur, die Religion und die Volkslieder.