Die bereits erwachsenen Zwillinge Karin und Simon sind wieder einmal bei ihren Eltern zu Besuch, die mit ihrer kleinen Schwester Clara sowie Hund und Katze in einer Berliner Altbauwohnung leben. Der Tag ist von Alltäglichkeiten geprägt, der Höhepunkt folgt am Abend beim gemeinsamen Abendessen mit weiteren Verwandten, die zu der Familie gestossen sind …

Das Drama des Schweizer Spielfilm-Debütanten Roman Zürcher war 2013 einer der Geheimtipps des Berliner Filmfestivals und der Liebling vieler Filmkritiker. Unaufgeregt und ohne echte dramatische Höhepunkte inszeniert, bilden sich zwischen den Protagonisten in der in sich abgeschlossenen Einheit "Wohnung" neue Beziehungen, neue Sichtweisen, die aus der Aneinanderreihung von alltäglichen Gesprächen und Handlungen entstehen. So mancher Zuschauer mag dies als belanglos empfinden, doch der ungewöhnliche Erzählrhythmus, die präzise Bildsprache und die genaue Beobachtungsgabe lassen erkennen, dass diese Regiearbeit im Rahmen eines Seminars der Berliner Filmhochschule dffb von einem Regisseur stammt, von dem noch einiges zu erwarten sein dürfte. Als Produzent fungierte übrigens Silvan Zürcher, der Zwillingsbruder von Roman.



Foto: Peripher