Der charmante Theo Farina gilt als eingeschworener Junggeselle - bis er die reizende Helene traf. Plötzlich kann es ihm gar nicht schnell genug gehen mit der Hochzeit. Ausgerechnet am Tag der Trauung passiert ihm ein schicksalhaftes Malheur: Das Pferd seiner Droschke frisst einer eleganten Dame ihren teuren Florentiner Hut direkt vom Kopf herunter. Es gibt ein großes Gezeter und die Frau besteht darauf, dass Farina ihr noch am gleichen Tage einen neuen Florentiner Hut besorgt. Jetzt muss Farina den Drahtseilakt bewältigen und zwischen Standesamt, Hochzeitsfeier und Hutgeschäft hin- und herhetzen, um einen Florentiner Hut auszutreiben ...

Die beschwingte wie turbulente Komödie war eine der frühen Regiearbeiten von Wolfgang Liebeneiner ("Auf der Reeperbahn nachts um halb eins"), der hier nach "Der Mustergatte" (1937) erneut mit Heinz Rühmann zusammen arbeitete. Mit vielen witzigen Einfällen nach dem Bühnenstück "Un chapeau de paille d'Italie" von Eugène Labiche und Marc Michel in der Drehbuch-Bearbeitung von Horst Budjuhn ("Rosen im Herbst") und Bernd Hofmann inszeniert, läuft der junge Rühmann hier zu Hochform auf. Liebeneiner nutze hier in Rückblenden bereits die subjektive Kamera, so dass sich die Zuschauer in die Person des Theo Farina versetzt sahen. Rühmanns Kollegin Herti Kirchner, die Farinas Braut gibt, verunglückte 1939 bei einem Autounfall in Berlin tödlich. Die enge Freundin von Erich Kästner wurde nur 25 Jahre alt.

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